Diakonie Konzerte Musik

189 Helden spenden für Musikstudierende

Musik für die Seele – Benefiz-Konzert mit dem Blechbläserensemble der Münchner Sÿmphoniker wird zum musikalischen Highlight und zum starken Zeichen der Solidarität.

„Musik für die Seele“ lautete das Motto der Bläserserenade am vergangenen Sonntagnachmittag auf dem Pfarrhof der evangelischen Kirche in Ebersberg. Das Benefiz-Konzert des Blechbläserensembles der Münchner Sÿmphoniker war über den Seelenbalsam hinaus aber vor allem ein starkes Zeichen der Solidarität. Es zeigte die Liebe der Musiker zu ihrem Publikum, die Sehnsucht des Publikums nach Kultur und die Sorge beider zusammen um die notleidenden Kulturschaffenden in dieser Zeit.

Nach Monaten des Lockdowns und des faktischen Berufsverbots haben die Musiker neue Helden entdeckt. „Und das seid Ihr, liebes Publikum“, rief Philipp Hasselt, der durch das Programm führte, den Zuhörern zu. Genau genommen waren es dann 189 Helden, die sieben Blechbläser der Münchner Symphoniker mitgezählt, die einen wundervollen Nachmittag miteinander zelebrierten.

Der lockere optische Auftritt der Künstler konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Ebersberger Publikum Musik auf höchstem Niveau geboten wurde. Im Mittelpunkt des Programms stand das äußerst anspruchsvolle „Trompeten-Sextett“ des Komponisten Oskar Böhme. Das von Christian Sprengers „Du meine Seele singe“ bis zu den Hits von George Gershwin breit gespannte, vielseitige Programm und die so humorvoll wie tiefgründige Moderation von Hasselt, Bassposaunist der Symphoniker und den Ebersbergern bestens bekannt als Leiter des Ebersberger Posaunenchors, gingen im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen. So mancher Zuhörer musste vor Rührung eine Träne verdrücken. Und auch den Musikern war die Freude über diesen Auftritt deutlich abzuspüren.

„Wenn ihnen das Konzert gefallen hat, dann geben sie am Ausgang reichlich für den Corona-Nothilfe-Fond der Musikhochschule München.“, warb der Moderator für den Spendenzweck dieses Nachmittags. „Und wenn es ihnen nicht gefallen hat, dann geben sie reichlich, damit sie in Zukunft bessere, gut ausgebildete junge Musiker hier empfangen können.“ Ob aus dem einen oder dem anderen Grund, das Publikum ließ sich nicht lumpen. Und so erspielte das Ensemble über 2.000 Euro für diesen guten Zweck und bekam vom Publikum den höchsten Künstlerlohn, begeisterten und langen Applaus.

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